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Großes Engagement für heimische Qualität

Kärntens Gärtner sind bedeutende Arbeitgeber und Lehrlingsausbildner und punkten mit hoher Qualität ihrer regionalen Produkte. Darin waren sich die Ehrengäste der jüngsten Jahreshauptversammlung der Kärntner Gärtner in ihren Grußworten einig.
© Christoph Gruber
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Auf der Arbeitnehmerseite ließ LAK-Präsident Ing. Harald Sucher mit dem Vorstoß zur Gründung einer Fachhochschule für Gartenbau in Ehrental aufhorchen.
 
Kommerzialrat Dipl.-Ing. Herbert Kulterer vom Arbeitgeberverband würdigte das gute Miteinander der Gärtner mit ihren Mitarbeitern, das zu gerechten Lösungen führe und dabei helfe, Krisen zu überstehen und Wohlstand zu erhalten. LK-
 
Vizepräsident ÖR Anton Heritzer forderte für die Gärtner "als die Direktvermarkter der ersten Stunde" einfachere Lösungen in der Umsetzung der neuen Richtlinie für Pflanzenschutzmittel. Die Landwirtschaftskammer setze sich in den Verhandlungen auf Bundesebene dafür ein, dass es in der nächsten Förderperiode erstmals Ausgleichszahlungen für den Gartenbau geben werde.
 
"Mit ihren wunderbaren Blumen und ihrer exzellenten Fachberatung sind die Gärtner die Grundvoraussetzung für ein blühendes Klagenfurt", meinte der Klagenfurter Gemeinderat ÖR Ferdinand Sucher.

Gemeinsam Strategien entwickeln

LHStv. Dr. Peter Kaiser stellte fest, dass die Politik und der Gartenbau viele Gemeinsamkeiten hätten, etwa bei der Gestaltung öffentlicher Plätze und Freizeiteinrichtungen. Gemeinsam trügen sie eine hohe Verantwortung für Kärnten. 
 
Chancen für den Gartenbau im Tourismusbereich sieht Agrarlandesrat Mag. Achill Rumpold, der die Gärtner als starker Partner zur Entwicklung gemeinsamer Strategien einlud.
 
Landtagspräsident Josef Lobnig forderte für die Gärtner einen leistungsgerechten Lohn. Der rückläufigen Preissituation im weiten Betätigungsfeld der Gärtner vom Feld bis zum Internet müsse entgegengesteuert werden.
 
ÖR Albert Trinkl, Präsident des Bundesverbandes der Österreichischen Gärtner, berichtete über die Stellungnahmen und Positionspapiere zum neuen Pflanzenschutzmittelgesetz und der GAP-Reform. Der Bundesobmann bedauerte den Umstand, dass es keine österreichweit einheitliche Pflanzenschutzmittelverordnung geben wird. Er betonte die Bedeutung des Pflanzenschutzes für den Gartenbau, der unerlässlich für die Erzeugung von Qualität, für Existenzsicherung und Einkommen sei. Trinkl lobte die gute Zusammenarbeit der Kärntner Gärtner und sicherte jederzeit die Unterstützung des Bundesverbandes zu, die Anliegen der Gärtner zu vertreten.

Kinder als Meinungsbildner

Der Obmann des Blumenmarketing Austria, ÖR Franz Sattler, schilderte die Werbemaßnahmen des abgelaufenen Jahres über das AMA-Marketing, wie Radiowerbung, Tragetaschen, die Österreichschiene der Eigenmarken - eine stark torfreduzierte Erde ist in Planung.
 
Der Höhepunkt des letzten Jahres war die Aktion "Schule in der Gärtnerei", die 17.000 Kinder in Österreich als Kunden von morgen in die Gärtnereien führte und bleibende Eindrücke hinterließ. "Denn Kinder", betonte Sattler, "haben ein großes Mitspracherecht beim Einkaufen." Blumenmarketing Austria erzielte mit "Schule in der Gärtnerei" in der Kategorie Marketing den ersten Platz beim Taspo Award, dem wichtigsten Preis im Gartenbau im deutschsprachigen Raum.

Umfangreiche Aktivitäten

Bernhard Wastl, der Obmann der Kärntner Gärtner, gab einen Überblick über die Arbeit betreffend Aus- und Weiterbildung. Derzeit findet ein Meisterkurs mit 30 Teilnehmern statt.
 
Weiters erwähnte Wastl den Beratungsring für Gartenbau und die zahlreichen Marketingaktivitäten der Kärntner Gärtner: Messeauftritt auf der Freizeitmesse, Rundfunkinterviews, die Balkonblume des Jahres, den Tag der offenen Tür am letzten Samstag im April und den Tag des Gartens im Herbst, die Prämierung der Kärntner Grill- und Jausenzwiebel in Kooperation mit dem Genussland Kärnten im Rahmen der Herbstmesse, die Valentinsaktion in Zusammenarbeit mit der Innung und dem Großhandel und vieles mehr.

Aufgefallen auf der JHV ist...

  • Angeregt wurde auch die Bildung einer eigenen Gemüsemarke in Kooperation mit dem Genussland Kärnten.
  • Obmann Wastl legte allen Berufskollegen die Teilnahme und Mitarbeit bei der Blumenolympiade ans Herz. Dieser Wettbewerb feiert heuer sein 15-jähriges Jubiläum. Wastl sieht darin eine große Chance zum direkten Kundenkontakt. Auch die Bundesgartenbautagung vom 12. bis 14. September in Pörtschach sieht Wastl als wichtige Plattform.
  • Mit der prachtvollen Blumendekoration zeigten die Kärntner Junggärtner auf der Jahreshauptversammlung einmal mehr ihr Talent.
Links zum Thema
  • Homepage der Kärntner Gärtner
09.02.2012
Autor:Waltraud Raunig
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