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Die Kraft des Mondes

„Tag für Tag werden wir mit den Einflüssen des Mondes konfrontiert“, ist Claudia Thurner, Bäuerin in Micheldorf/Hermagor, überzeugt und hat nachfolgenden Beitrag gestaltet.
Viele glauben an die Einflüsse des Mondes. © Axel Hoffmann/pixelio.de
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Viele glauben an die Einflüsse des Mondes. © Axel Hoffmann/pixelio.de
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Viele glauben an die Einflüsse des Mondes. © Axel Hoffmann/pixelio.de
Viele glauben an die Einflüsse des Mondes. © Axel Hoffmann/pixelio.de
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Oft habe ich als Bäuerin, (Haus-)Frau und Mutter spannende Alltagsentdeckungen zum Thema Mond gemacht, die ich nun gerne mit Ihnen teilen und Sie vielleicht dadurch auch zum Nachdenken anregen möchte.

Haben Sie sich schon einmal darüber gewundert, dass, obwohl Sie zu Ihrem Stammfriseur gegangen sind, diesmal Ihre Haare struppig und glanzlos aussehen?

Ist es Ihnen komisch vorgekommen, dass diesmal Ihre selbst eingekochten Marmeladen Schimmel ansetzen oder Ihre Obstbäume den Rückschnitt nicht zu vertragen scheinen?

Hat ein Hemd plötzlich den Fleck, an den Sie sich schon gewöhnt hatten, auf rätselhafte Weise in der Wäsche nun doch verloren?

Nun, Insider können diese Rätsel lösen, denn sie wissen, dass Sie entweder mit oder gegen den Mond gearbeitet haben. Der Mond mit seinen verschiedenen Auswirkungen durch Mondphasen und Mondstand ist in letzter Zeit – völlig zu Recht – wieder in Mode gekommen. Das Wissen über seine Einflüsse machten sich aber schon die Menschen viele Generationen vor uns zunutze.

So kannte z. B. schon Kaiser Tiberius (32 v. Chr. bis 37 n. Chr.) die Grundregel des Mondeinflusses: Der zunehmende Mond hilft bei allem, was wachsen und gedeihen soll, der abnehmende Mond bei allem, was vermindert werden soll. Ich nütze den zunehmenden Mond beispielsweise für das Setzen und Säen von Früchten, die außerhalb der Erde wachsen und den abnehmenden Mond für nach unten wachsende Pflanzen.

Aber auch in vielen anderen Bereichen kann das Leben nach dem Mond von Vorteil sein – nachstehend ein paar Beispiele mit Anwendungstipps.

Haare pflegen

  • Haare möglichst nicht am Tag mit Mond im Krebs oder Fisch waschen.
  • Die besten Tage zum Haareschneiden sind Tage mit Mond in Löwe oder Jungfrau.
  • Haare bei abnehmendem Mond geschnitten wachsen dichter nach.
  • Haare bei zunehmendem Mond geschnitten wachsen schneller und gesünder nach.

Haushalt

  • Die Wäsche bei abnehmendem Mond mit herausziehenden Energien waschen: Sie wird viel sauberer bei weniger als der Hälfte der normalen Waschmittelmenge.
  • Putztätigkeiten gehen am besten bei abnehmendem Mond: Fenster, Silber, Holzböden, Hausputz, Schuhe putzen. Fast alle Materialen nehmen bei zunehmendem Mond mehr Feuchtigkeit auf.
  • Außerdem: Mondschein bleicht Flecken besser aus als Sonnenschein.

Landwirtschaft

Ebenso achten auch wir in der Direktvermarktung nach überlieferten Tipps und Erfahrungen unserer Eltern, die sehr viel auf die Mondphasen halten. Das Schlachten der Tiere erfolgt so weit wie möglich bei abnehmendem Mond – der „alte“ Schein soll die Qualität des Fleisches positiv beeinflussen.

Auch beim Holzschlägern achten unser Opa und mein Mann Lorenz auf den Mond, das Schlägern im Winter bei abnehmendem Mond ergibt das beste Bauholz, optimales Brennholz entsteht jedoch im ersten Viertel des wachsenden Mondes. Werk- und Bauholz darf erst nach dem 23. Oktober bei abnehmendem Mond und längstens bis Ende Februar, drei oder vier Tage nach Neumond geschlagen werden.

Mondholz

Superlostage für Christbäume sind übrigens bei zunehmendem Mond, am besten drei Tage vor Vollmond. Und ein weiterer Tipp für den Sommer: Setzt man die Zaunstempel bei abnehmendem Mond, so wachsen sie gerne ein. Brennholz bei abnehmendem Mond mit Wipfel nach unten fällen, die Wipfel dran lassen, dann trocknet es schneller aus. Was bei abnehmendem Mond im Februar abgehackt wird, kommt nicht mehr. Es fault sogar der Wurzelstock. Holz im Oktober oder November im Zeichen der Waage bei Neumond gefällt, widersteht der Flamme. Holz in gefrorenem Zustand gefällt und verarbeitet, schwindet nicht.

Schotterwege sollte man bei abnehmendem Mond frisch aufkiesen, dann werden sie fest.

Fazit

So könnte man die Reihe der Tipps für ein Leben nach den Mondphasen unendlich fortsetzen. Wie viel Wahrheit und Aberglaube dabei eine Rolle spielt, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.

Wir haben uns für unseren Betrieb vorgenommen, das an uns überlieferte Wissen unserer Eltern auch an unsere Kinder weiterzugeben, um somit auch eine bewusstere Lebensweise vorzuleben. Viele kleine „Problemchen“ entstehen dadurch erst gar nicht oder können durch wenig Energieeinsatz einfach gelöst werden.

Zur Autorin

Claudia Thurner (42) ist verheiratet, Mutter dreier Kinder und Bildungsreferentin in Hermagor. Schwerpunkte ihres Betriebes in Micheldorf sind Direktvermarktung, Schweinemast und Haflingerzucht. Der Betrieb Thurner wird im Nebenerwerb betrieben.

Wenn auch Sie wie Claudia Thurner einen Beitrag im Rahmen unserer Serie „Bäuerinnen schreiben für Bäuerinnen“ veröffentlichen möchten, wenden Sie sich bitte an das Referat LebensWirtschaft, Tel. (0 46 3) 58 50-13 91, lebenswirtschaft@lk-kaernten.at.
16.05.2013
Autor:Claudia Thurner
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