Top-Genetik steigert den Deckungsbeitrag wesentlich © Klaper |
Das Ziel der modernen Schweinehaltung ist es, möglichst einheitliche Ferkel- und Mastpartien zu produzieren. Dies ist allerdings nur dann erreichbar, wenn auch die Eberauswahl in die Überlegungen einfließt. Dabei zeigen Berechnungen deutlich den großen wirtschaftlichen Nutzen. Der Eber macht nun einmal die "halbe Herde“ aus. Der Mehrwert, der durch den gezielten Ebereinsatz erreicht werden kann, ist natürlich auch in Abhängigkeit von der jeweiligen Betriebsleistung zu sehen. Berechnungen der Schweineberatung Steiermark (SBS) zeigen, dass sich der Einsatz des oberen Drittels der besten Eber lohnt. Diese Eber erzielen bei ihren Nachkommen einen besseren Deckungsbeitrag zwischen durchschnittlich EUR 4,50 und EUR 4,90 pro Mastschwein. Einzelne Eber können sogar einen Mehrwert bis zu EUR 11,- pro Mastschwein aufweisen. Bei der Annahme, dass durchschnittlich 8,7 Qualitätsmastschweine pro Wurf verkauft werden, ergibt sich so ein Mindest-Vorteil von EUR 42,-. Diese Rechnung beruht auf der Zuchtwertschätzung größer gleich 120 Punkten bei den täglichen Zunahmen, dem Magerfleischanteil und den Stallplatzkosten.

